Flachdachabdichtungen

Eine Dachabdichtung ist eine wasserdichte Dachhaut, die entweder aus einer verklebten Bitumenbahn (Bituminöse Abdichtung) oder einer verschweißten bzw. vulkanisierten Kunststoffbahn (Folienabdichtung) besteht. Eine Bauwerksabdichtung ist wasserdicht auszuführen und daher neigungsunabhängig. Es sollte aber trotzdem das Wasser so schnell als möglich abgeleitet werden.

Das Flachdach ist heute unentbehrlich für viele Bauaufgaben. Es sind leistungsfähige Materialien mit geprüfter Qualität am Markt, die langfristig haltbare Flachdächer mit über 30 Jahren möglich machen. Ihre fachgerechte Verarbeitung stellt jedoch große technische Anforderungen an den Ausführenden.

5 Planungsgrundsätze für ein funktionstüchtiges Flachdach

  • Dampf- und Luftsperre
    Eine sinnvolle Dampfsperre ist die Bitumenbahn mit eingelegtem Metallband. Die Zunahme von Sonderkonstruktionen erfordern bauphysikalische Berechnungen.
  • Gefälle
    Es gilt ein Mindestgefälle von 1,8 % in der Dachabdichtungsebene einzuhalten. Um eine sogenannte Pfützenbildung zu vermeiden ist die Dachneigung auf mind. 3 Grad zu erhöhen. Jedoch entsteht auch hier im Bereich der Nahtüberdeckung geringfügiges Stauwasser. Deshalb sind stauwasserfreie Flachdächer nicht realistisch.
  • Steifheit der Unterkonstruktion
    Bei ungenügender Steifheit der tragenden Unterkonstruktion (Durchbiegung des gesamten Dachpaketes , speziell bei Trapezblechkonstruktionen) kann es zu Rissen bei vollflächig verklebten Dachaufbauten kommen.
  • Dachdurchbrüche, An- und Abschlüsse
    Wassereintritt bei Flachdachabdichtungen sind zu 75% an den An- und Abschlüssen zu suchen. Daher ist die richtige Planung und eine einwandfreie handwerkliche Ausführung sehr wichtig.
  • Leistungskontrolle
    Die Schäden an undichten Flachdächern, Terrassen, Balkone oder Kellerabdichtungen sind eine der häufigsten Probleme im Bauwesen. Die Mängel werden kaum gefunden und es kommt zu einer untauglichen Sanierung, was in kürzester Zeit erneut Wasserschäden aufweist.

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